Trotz andauernder Trockenheit keine Wasserknappheit

Wegen der Hitze und Trockenheit in den vergangenen Monaten und des weiterhin ausbleibenden Regens befürchten viele Bürger Probleme bei der Wasserversorgung. Sorgen muss sich allerdings niemand machen, auch wenn ein Blick auf den Stausee den Eindruck erwecken kann. Anfang November haben wir nämlich bei einem Stauspiegel von 114,69 mNN (9,31 m unter Vollstau) einen Füllungsgrad von 60 Prozent, was 24,5 Millionen Kubikmetern entspricht.

Dies ist ein Wert, der im Hinblick auf die Jahreszeit unter dem Durchschnitt liegt, aber noch keinen Anlass zur Beunruhigung gibt.

Aufgrund der jährlich zugelassenen Entnahmemenge von 28,1 Millionen Kubikmetern ist die Trinkwasserversorgung garantiert, auch wenn lange, heiße und/oder trockene Monate anstehen sollten. Wir leben nämlich im Luxus, weil in unserer Heimat in der Regel über das Jahr hinweg ergiebige Niederschläge fallen und diese in der Wahnbachtalsperre aufgefangen werden können.

Da die Talsperre als Jahresspeicher bemessen ist, also aus dem Einzugsgebiet im Schnitt einmal jährlich gefüllt werden kann, wird es selbst in einem „Doppeltrockenjahr" nicht zu Engpässen kommen.

Das heißt aber nicht, dass man verschwenderisch, sondern immer respektvoll und verantwortungsvoll mit dem kostbaren Gut umgehen sollte. Weltweit herrscht Wasserknappheit, die in den nächsten Jahrzehnten noch deutlich ansteigen wird. Außerdem hat nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation mehr als eine Milliarde Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Wasser. Wir leben also im Luxus.

Um die hohe Qualität unseres Trinkwassers zu erhalten, kann jeder einen Beitrag zum Schutz des Oberflächen- und Grundwassers leisten. Unter anderem mit dem Einsatz natürlicher statt chemischer Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel oder auch durch den sparsamen Umgang mit Putz- und Waschmitteln.

Medikamente oder Zigarettenkippen gehören nicht in die Toilette. Ebenso wenig wie Speisereste, Farben, Lacke, Lösungsmittel oder sonstige Chemikalien.