Ökosystem „Wald“ erleben.

 

 
Projekt & Kooperationspartner

Da das Ökosystem „Wald“ eine immer wichtigere Rolle in Zeiten des Klimawandels spielt, soll hier vor allem Kindern spielerisch Themen rund um den Wald nahegebracht werden. So schlossen sich der WTV, rhenag und die Stadt Siegburg zusammen und verwirklichten den „WaldErlebnisPfad“. Ausgearbeitet wurde das Konzept von der WTV-Auszubildenden zur Forstwirtin Jana Röttgen.

Sie finden den WaldErlebnispfad im Siegelsknippener Wald. Von "Franz Häuschen" kommend in den Wald Richtung WTV abbiegen und dann immer geradeaus dem Schild folgen.

Motivation

Standortangepasste Waldökosysteme zu erhalten, beziehungsweise zu schaffen ist ein wichtiges Ziel beim WTV, der eine ganz enge Verbindung zum Wald hat. Denn seine Beschaffenheit hat direkte Auswirkungen auf die Qualität und Quantität von Gewässern und auch auf das Grundwasser.

 

 

WaldErlebnisPfad – die einzelnen „Erlebnisstationen“:
 

1. „Zwitscherkasten“ – Info-Audiostation
Hier erfährt man alles über die Stationen des Walderlebnispfades und über das Ökosystem des Waldes.

2. Baumtelefon
An dieser Station kann man an einem liegenden Stamm ausprobieren, wie gut dieser Geräusche weiterleitet. Der Baum wirkt wie eine "Alarmanlage" für Eichhörnchen, Siebenschläfer, Vögel, Insekten und viele andere Tiere, die auf Bäumen wohnen. Sie hören so frühzeitig, wenn ein Fressfeind zum Beispiel ein Marder den Stamm hinaufklettert.

3. Klangholz
Jedes Holz hat seine eigene Klangqualität. Dies ist abhängig von der Dichte und der Feuchtigkeit des Holzes. Hier kann man erfahren, wie unterschiedlich Holz klingt. Jedes Holz hat einen warmen, natürlichen Ton, darum sind auch viele Musikinstrumente aus Holz gefertigt. Wusstet ihr, dass Teile von Gitarre, Geige und Klavier aus Fichte gemacht werden? Die Musik kommt also aus dem Wald.

4. Baumscheibe
Wie alt ist ein Baum? Ein Baum wächst Jahr für Jahr und bildet einen neuen Jahresring. Im Frühjahr wächst das Holz schneller - diese Schicht ist heller. Wenn der Baum im Herbst langsamer wächst, wird die Schicht dünner und dunkler. Die helle und die dunkle Schicht bilden einen Jahresring. Hier kann man anhand der Jahresringe abzählen, wie alt der Baum ist? 

5. Baumhölzer
Jede Baumart hat eine unterschiedliche Rinde, die man in Hauptkategorien Laubbaum und Nadelbaum einteilt. Die Rinde besteht aus abgestorbenen Teilen des Basts und aus Kork, womit der Baum vor Sonne, Hitze, Kälte, Wind, Regen und vor einigen Schädlingen geschützt ist. Das Aussehen des Baumes wird durch die Umwelt und durch die Gene im Erbgut bestimmt. Dadurch hat jede Baumart eine unterschiedliche Rinde. An dieser Station kann man einige Baumarten kennenlernen.

6. Insektenhotel
Das Insektenhotel bietet für Wildbienen, Wespen und andere Insekten einen geschützten Wohnraum. Zusätzlich bietet das Insektenhotel Unterschlupf, Nist- und Überwinterungshilfe. Wusstest du, dass man somit die Artenvielfalt fördern kann? Sie erhöht die Bestäubung von Blütenpflanzen, schaffen Nahrungsangebote für viele Vogelarten und andere Tiere. Außerdem erhält die Insektenvielfalt ein Gleichgewicht zwischen den nützlichen und schädlichen Arten. Der Artenreichtum ist die erste Voraussetzung für ein stabiles ökologisches Gleichgewicht. Vielleicht ist hier schon jemand eingezogen und zu entdecken.