Energiebedarf

Der Gesamtenergiebedarf des WTV lag 2019 bei 35 Millionen Kilowattstunden, von denen 92 Prozent auf den Verbrauch elektrischer Energie entfallen. Seit 2012 ist eine stete Zunahme des Hauptenergieträgers Strom zu verzeichnen, die aber mit einer erhöhten Trinkwasserabgabe einhergeht. Mit der fortlaufenden Verbesserung der Energieeffizienz konnte ein anteilig geringerer Energiebedarf erreicht werden, als dies bei proportionaler Zunahme des Stromverbrauchs der Fall gewesen wäre. 


Der Gesamtstrombedarf 2019 liegt allerdings bei vergleichbarer Trinkwasserabgabe über dem Vorjahresverbrauch. Zur Schonung der Talsperre nach der vorangegangenen, ungewöhnlich langen Trockenperiode wurde vermehrt aus den Ressourcen im Hennefer Siegbogen und in Meindorf gefördert, womit ein - durch das Höhenprofil des Versorgungsgebietes bedingter - erhöhter Energieaufwand verbunden war.

 

 

 

Zur Beurteilung der Energieeffizienz ist der spezifische Energiebedarf auf definierte Leistungsparameter zu beziehen, zum Beispiel als Energieaufwand pro gefördertes Wasservolumen in kWh/m³. Der spezifische Energiebedarf ist für einzelne Anlagen oder Standorte zu ermitteln und ihr Einsparpotenzial durch entsprechende Energieeffizienzmaßnahmen zu bewerten.
Die erfolgten Analysen identifizieren die Pumpwerke als die Anlagen mit den höchsten Energieeinsparpotenzialen. Sie werden zurzeit sukzessive ertüchtigt und im Rahmen dieser Maßnahmen auch energetisch optimiert.
Bezogen auf den jeweiligen spezifischen Energiebedarf (Ausgangsbasis) vor der Ertüchtigung konnte die Energieeffizienz der Pumpwerke signifikant verbessert werden.
 

Pumpwerk
spezifischer
Energiebedarf,
Ausgansbasis
spezifischer
Energiebedarf,
nach Ertüchtigung
Einsparung
 [kWh/m³][kWh/m³][%]
Happerschoß
0,3510,23151,5
Honscheid
0,4460,34628,7*
Süchterscheid  
0,4290,26661
* Folgearbeiten stehen aus, danach sind weitere Verbesserungen zu erwarten

 

Im Mittelfristzeitraum bis 2023 werden die Erneuerungen der technischen Anlagen an den Pumpwerken Hardtberg, Gielsdorf und Röttgen zu einer weiteren effektiven Reduzierung des Energiebedarfes führen.