Energiebedarf

Der Verband nutzt folgende Energieträger: 

  • Elektrische Energie (auch als Heizenergie)
  • Erdgas (als Heizenergie)
  • Diesel, Benzin (als Kraftstoffe)
  • Wasserkraft

Der Gesamtenergiebedarf des WTV beläuft sich zurzeit auf rund 31 Millionen Kilowattstunden im Jahr, davon sind circa 90 Prozent elektrische Energie. Der größte Energiebedarf besteht im Bereich der Roh- und Trinkwasserförderung und hängt vor allem mit der Topographie der Region zusammen. Denn zwischen der Rohwassergewinnung und den Aufbereitungsanlagen sowie zwischen diesen und weiten Teilen des Versorgungsgebietes liegen mehrere Höhenmeter, die zur Versorgung mittels energieintensiver Pumpen zu überwinden sind. Im Vergleich zu anderen „Fernwasserversorgungsunternehmen“, ist der WTV mit einem spezifischen Energiebedarf in Höhe von rund 0,75 Kilowattstunden (davon 0,71 Kilowattstunden Fremdbezug) je Kubikmeter geliefertem Trinkwasser (im Jahr 2013) als energieintensives Unternehmen einzustufen. Unternehmen mit vergleichbarer Aufgabenstellung und Struktur liegen zum Teil bei einem Gesamtenergiebedarf von rund 0,25 Kilowattstunden je Kubikmeter geliefertem Trinkwasser.

Der Energie- und Strombedarf des WTV wird darüber hinaus im Wesentlichen durch folgende, von Jahr zu Jahr teilweise stark schwankende Einflussgrößen bestimmt:

  • Die Menge und Qualität des der Talsperre im Wahnbach zufließenden Wassers. Es hat vor allem Auswirkungen auf den notwendigen Umfang der Voraufbereitung in der Phosphor-Eliminierungsanlage (PEA).
  • Die Füllstände der Talsperre beeinflussen maßgeblich den Energiebedarf für die Rohwasserförderung zur Trinkwasseraufbereitungsanlage in Siegelsknippen.
  • Bei einem mengenmäßig, zeitweise begrenzten Rohwasserdargebot der Talsperre muss verstärkt auf die energieintensivere Wassergewinnung im Hennefer Siegbogen zurückgegriffen werden.