Energiepolitik

Die Energiepolitik des WTV folgt folgenden Grundsätzen:

  • Einsparung beziehungsweise effektive Nutzung von Energie an allen Standorten / Betriebsstellen, Anlagen und in allen Prozessen.
  • Bei der Planung und Herstellung von Anlagen wird großer Wert auf Nachhaltigkeit, also Langlebigkeit und Energieeffizienz gelegt.
  • Für den Betrieb der Anlagen wird ein möglichst geringer Energiebedarf beziehungsweise eine möglichst hohe Energieeffizienz angestrebt.
  • Bei der Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen stellt der Energiebedarf ein wichtiges Vergabekriterium dar.
  • Mögliche Energieeffizienzmaßnahmen werden umgesetzt, wenn diese wirtschaftlich sind und wenn dadurch die Versorgungsqualität nicht negativ beeinträchtigt wird.

Bei Nutzung der Turbine zur Stromerzeugung mit Montage eines Generators und Einspeisung in das RWE-Netz könnte eine Einspeisevergütung von 9,87 Cent pro Kilowattstunde erzielt werden. Sie erfordert allerdings die Anschaffung und Montage einer neuen Turbine mit Generator und erforderlicher Steuerungstechnik. Die erforderlichen Investitionen wären nicht wirtschaftlich. Das haben bereits in den 1990er Jahren Untersuchungen im Rahmen einer Diplomarbeit ergeben. Die erforderliche Abschreibung und Verzinsung mit den zusätzlichen Betriebskosten sind durch den Stromerlös nicht zu erwirtschaften.

Im Rahmen seines Energiemanagements strebt der WTV nicht nur eine stetige Verbesserung der Energieeffizienz an, sondern darüber hinaus im Rahmen der Wirtschaftlichkeit auch einen größtmöglichen Anteil an regenerativer Energie. Im Zuge einer Vorstudie wurden daher verschiedene Frei- beziehungsweise Dachflächen von Betriebsgebäuden des WTV auf Ihre Eignung als Standort für eine Photovoltaikanlage untersucht. Dabei wurde insbesondere darauf geachtet, dass der mit den Photovoltaikanlagen produzierte Strom möglichst umfassend unmittelbar vor Ort selbst verbraucht werden kann. Dies sind in erster Linie Standorte mit hohem Stromverbrauch (z. B. Trinkwasseraufbereitungsanlage Siegelsknippen und die Phosphor-Eliminierungsanlage). Eine Vorstudie zeigte, dass die Errichtung von Photovoltaikanlagen an den untersuchten Standorten technisch machbar, eine (weitgehende) Eigennutzung des produzierten Stroms möglich und - unter den aktuellen finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen - auch wirtschaftlich ist.

Durch die Installation von Photovoltaikanlagen an den betrachteten Standorten können demnach im Mittel rund 6% des (derzeitigen) Strombedarfs des WTV gedeckt werden. Ziel ist es, den WTV mittel- bis langfristig unabhängiger vom Bezug von Fremdstrom zu machen. Das bedeutet: Unabhängiger von möglichen kurzfristigen Preisänderungen in diesem Energiesegment und dadurch die Schaffung langfristiger kalkulierbare Verhältnisse. Darüber hinaus kann auf diese Weise die CO2-Bilanz des Verbandes verbessert werden. Die Verbandsversammlung des WTV hat daher im Laufe des Jahres 2015 einstimmig beschlossen, die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Frei- beziehungsweise. Dachflächen der Betriebsgebäude des WTV, insbesondere im Rahmen von (mittelfristig) anstehenden Dachsanierungsmaßnahmen, grundsätzlich weiter zu verfolgen und unter wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Eigenregie ( als Eigentümer und Betreiber der Anlagen) umzusetzen. Hierzu wurde ein Konzept ausgearbeitet, das die mittelfristige Umsetzung dieses Vorhabens vorsieht. Noch im November 2015 fand im nächsten Schritt eine weitergehende Standortevaluierung mit Unterstützung des TÜV Rheinland statt.