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Vom Ponton aus ist das Kabel verlegt worden.
Vom Ponton aus ist das Kabel verlegt worden.
Der Kabelwagen stand auf einem Ponton, der auf der Wahnbachtalsperre schwamm. Mitarbeiter des Wahnbachtalsperrenverbandes (WTV) haben so am Donnerstag, 13. August, wichtige Kabel quer durch die Talsperre verlegt. Dies war vom Wasser aus kostengünstiger und einfacher zu realisieren als im vergangenen Jahr in der Absenkphase während der aufwändigen Sanierung der Außenhautdichtung am Dammbauwerk.

Bei dem Kabel handelt es sich um ein Lichtwellenleiterkabel mit 24 Fasern  und 16 Millimeter Durchmesser. Eine Faser hat die Leistung von 20.000 Doppeladern aus Kupferdrähten. Diese sind früher für das Telefonnetz verwendet wurden.

Das Lichtwellenleiterkabel wurde im Kontrollgang des Dammbauwerkes der Wahnbachtalsperre in das Lichtwellenleiternetz des Verbandes eingebunden. Von dem Ponton aus, der vom Boot des WTV angeschoben wurde, haben die WTV-Mitarbeiter das Kabel auf der alten Wahnbachtalstraße verlegt. Sie war im vergangenen Jahr während der Sanierung aufgetaucht und liegt jetzt wieder im Wasser. Die Verlegelänge betrug rund sechs Kilometer. "Wir haben uns entschieden, das Kabel jetzt erst zu verlegen und dies nicht im vergangenen Jahr während der Sanierungsarbeiten in der abgesenkten Talsperre zu erledigen", erklärte WTV-Geschäftsführer Norbert Eckschlag. "Die Verlegearbeiten waren vom Wasser aus einfacher und kostengünstiger zu realisieren."

Mittels GPS wurde das Boot von Bootsführer Gerhard Linden über der 15 Meter unter der Wasseroberfläche liegenden Wahnbachtalstraße manövriert. Von dem auf dem Ponton stehenden Kabelwagen wurde das Kabel von einer zwei Meter großen Kabeltrommel abgerollt und abgesenkt. Die Arbeiten sind nach entsprechender Vorbereitung in acht Stunden ausgeführt worden: Damit lagen die WTV-Mannschaft und der Kabelzieher gut im Zeitplan.

Mit dem neuen Kabel wird künftig die neue Prozeßleittechnik der Phosphoreliminierungsanlage am Zulauf, also an der "Stauwurzel" der Talsperre, in das Leitsystem des Verbandes eingebunden. Auch Telefon- und IT-Technik werden so auf den künftig erforderlichen Leistungsstand gebracht. Die Kosten belaufen sich auf rund 140.000 Euro und liegen im geplanten Kostenrahmen. (k-red/vj)

 



 


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