Die neue Aufbereitungsanlage für das Talsperrenwasser liefert seit 2002 Trinkwasser. Konzipiert von Spezialisten des Wahnbachtalsperrenverbandes mit Wissenschaftlern und Fachfirmen auf der Basis von 45 Jahren Forschung und technischer Erfahrung nimmt diese kompakte Anlage weltweit eine Spitzenposition ein. Nachhaltige und umweltfreundliche Prozesse minimieren die Bildung von Rückständen und garantieren eine exzellente Trinkwasserqualität.
Die Aufbereitung ist die wichtigste Stufe im Multi-Barrieren-System, das mit einem nachhaltigen Gewässerschutz in den Einzugsgebieten beginnt.
Zentrale Schaltwarte der neuen Trinkwasseraufbereitungsanlage Siegburg-Siegelsknippen
Mischer mit dem fertigen Trinkwasser
Trinkwasser ist gut für die Gesundheit
Ob weich oder hart: Leitungswasser in Deutschland ist in jedem Fall gutes und gesundes Trinkwasser, ideal für die Versorgung der Menschen mit lebensnotwendiger Flüssigkeit.
Zur Deckung des vielfältigen Mineralstoffbedarfs trägt es aber nur unwesentlich bei. Schließlich werden die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Zufuhrmengen normalerweise durch die tägliche Nahrung mehr als gedeckt. Wer also etwas für seine Gesundheit tun möchte, sollte viel Wasser trinken und zugleich auf eine ausgewogene Ernährung achten.
Wieso kann Wasser überhaupt weich sein?
Dass Wasser nicht gleich Wasser ist, lässt sich schmecken, fühlen und messen. Seit langem unterscheiden die Menschen unterschiedliche Wassertypen nach ihrer Wirkung: Hartes Wasser bildet Kesselstein, weiches Wasser schäumt gut beim Hände waschen. Die Ursache ist in den so genannten Härtebildnern zu finden, wobei Calcium und Magnesium an erster Stelle zu nennen sind.
Ablagerungen von Härtebildnern in Rohrleitungen
Das vom Wahnbachtalsperrenverband gelieferte Trinkwasser entspricht in seinem gesamten Versorgungsgebiet dem Härtegrad "weich".
Der Gesetzgeber hat zur genaueren Unterscheidung eine Klassifizierung in Härtebereiche entwickelt. Dabei gilt: Je mehr Calcium und Magnesium das Wasser enthält, desto härter ist es. Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Einteilung:
Härtebereiche nach §9 des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes vom 1. Februar
2007
Hartes Wasser kostet hartes Geld: In einem durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt können 2 zusätzliche Härtegrade im Wasser mit 100 bis 125 Euro pro Jahr zu Buche schlagen!
Und richtig teuer wird es, wenn Haushaltegeräte verkalken, da der Energie- und Wartungsbedarf steigen - von der verkürzten Lebensdauer ganz zu schweigen.