Das Chemische Labor

Das Chemische Labor des Wahnbachtalsperrenverbandes liefert als Dienstleister die für die Betriebssteuerung und zur vorausschauenden Beobachtung der Rohwasserqualität notwendigen Messdaten. Diese Messdaten sind für die Beurteilung des Roh- und Trinkwassers sowie auch für den ökologischen Zustand des Einzugsgebietes und des Stausees der Wahnbachtalsperre sowie der Wasserschutzgebiete der beiden Grundwasserwerke Untere Sieg und im Siegbogen bei Hennef im Hinblick auf eine gesicherte Trinkwasserqualität notwendig.

In den Laboratorien des Wahnbachtalsperrenverbandes werden seit über 40 Jahren Untersuchungen im Wasser- und Umweltbereich durchgeführt. Diese Kompetenzen werden auch von anderen Wasserversorgungsunternehmen, öffentlichen Einrichtungen (z.B. Schulen, Kindergärten, Altersheime, Hotels, Schwimmbäder) Institutionen, Behörden, Gewerbe- und Industrieunternehmen sowie Privatpersonen durch Aufträge zur Untersuchung sowie bei der Zusammenarbeit in Form von Forschungsvorhaben, Beratungen und Untersuchungsreihen genutzt.

  • Atomemissionsspektrometer mit induktiv gekoppeltem
    Plasma (ICP-OES)
  • Atomabsorptionsspektrometer (AAS)
  • Gaschromatografie, Massenspektrometrie (GC-ECD,
    GC-MS, Headspace - GC)
  • Adsorbierbare organische Halogenverbindungen (AOX)
  • Organischer Kohlenstoff (DOC-/TOC Analysatoren)
  • Titrationsautomaten
  • UV-/ Vis-Spektralphotometer
  • Kontinuierliche Fließanalyse mit   Photometrie (CFA)
  • Vorort-Messgeräte (pH, elektrische Leitfähigkeit)



Photometer zur Bestimmung des spektralen
Absorptionskoeffizienten  im ultravioletten
und sichtbaren Bereich

TOC-Messplatz

 

Küvettentest zur Vorortbestimmung

 

 

Wasseruntersuchungen und Wasserbeurteilungen



CFA-Messplatz zur Bestimmung
von Nitrat, Nitrit, Ammonium und Phosphor

Zur Überprüfung und Beurteilung der chemischen Beschaffenheit von Wässern sind zumeist viele Parameter bzw. Einzelmesswerte erforderlich. Um die große Zahl der benötigten Messungen effektiv in angemessener Zeit durchzuführen, werden Arbeitsschritte so weit wie möglich automatisiert.

 

Vakuumfiltrationseinheit zur Probenvorbereitung für die ICP

 

ICP-Messplatz

 

 

 

Rückstandsanalytik in der Umwelt

Durch menschliche Aktivitäten gelangen unterschiedlichste Stoffe in die Umwelt, von denen die meisten auch Grund- und Oberflächenwasser beeinflussen können. Einige Stoffe stehen im Verdacht, auch schon in sehr geringen Konzentrationen bei ständiger Aufnahme, zum Beispiel über das Trinkwasser die Gesundheit zu beeinträchtigen (Schwermetalle, Halogenkohlenwasserstoffe). Rückstände von Pflanzenbehandlungs- und Schädlingsbekämpfungsmitteln gelangen bei nicht sachgerechtem Einsatz dieser Stoffe in der Landwirtschaft sowie im Haus- und Gartenbereich in Grund- und Oberflächenwasser. Die moderne organische Spurenanalytik zum Beispiel mit Gaschromatografie Massenspektrometrie (GC-MS), ermöglicht es, viele unterschiedliche Stoffe in sehr geringen Konzentrationen zu messen.

Ultraspurenanalytik: Bestimmung von Chemikalienrückständen in der Umwelt mit Gaschromatografie und Massenspektrometrie (GC-MS)

 

Betriebsführung und Wassergütebericht

Vom Wahnbachtalsperrenverband wurden im Jahr 2004 die Stadtwerke Bonn GmbH mit der Betriebsführung seiner Anlagen beauftragt. Da die Stadtwerke Bonn seit dem Jahr 1958 vollständig im gesamten Stadtgebiet durch den Wahnbachtalsperrenverband mit Trinkwasser versorgt werden, wurde das Personal und das Know-how des Wahnbachtalsperrenverbandes den Stadtwerken Bonn zur Verfügung gestellt. Damit kann die Ausübung der Betriebsführung eines regionalen Trinkwasserversorgers mit der Gewinnung, Aufbereitung und großräumigen Verteilung von Talsperrenwasser und Grundwasser für etwa 800.000 zu versorgende Einwohner in der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahr gewährleistet werden.

Im Rahmen der Diskussionen um die Übertragung der Betriebsführung wurden aus dem politischen Raum und der Bevölkerung Bedenken in Bezug auf eine Beibehaltung der anerkanntermaßen hohen Trinkwasserqualität im Versorgungsgebiet des Wahnbachtalsperrenverbandes geäußert. Um diese Bedenken auszuräumen, wurde die Gründung eines unabhängigen Kuratoriums zur Überwachung der Trinkwasserqualität beim Wahnbachtalsperrenverband und die jährliche Dokumentation der Aufwendungen zur Kontrolle und Erhaltung der Wasserqualität in einem Trinkwassergütebericht beschlossen.

Inzwischen wurden für die Jahre 2005 und 2006 unter dieser Zielrichtung erstellte Wassergüteberichte vorgelegt. Darin sind die Maßnahmen des Verbandes und des Betriebsführers zur Sicherstellung der Trinkwasserqualität in Einzugsgebieten, Wassergewinnungsanlagen, Trinkwasseraufbereitungs- und Trinkwasserverteilungsanlagen zusammengestellt und erläutert. Dem Kuratorium zur Überwachung der Trinkwasserqualität beim Wahnbachtalsperrenverband, der Verbandsversammlung und den Gremien des Verbandes, den versorgten Städten und Gemeinden in der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahr sowie den Versorgungsunternehmen, die das Wasser vom Wahnbachtalsperrenverband übernehmen und zum Endverbraucher liefern, dienen diese Berichte zur Information und als Grundlage für anstehende Entscheidungsprozesse.

 


http://www.wahnbachtalsperrenverband.de/fileadmin/pdf/WTVPdf/dokument_wag__1-32.pdf
http://www.wahnbachtalsperrenverband.de/fileadmin/pdf/WTVPdf/dokument_wag__33-64.pdf
http://www.wahnbachtalsperrenverband.de/fileadmin/pdf/WTVPdf/dokument_wag__65-96.pdf

http://www.wahnbachtalsperrenverband.de/fileadmin/pdf/WTVPdf/dokument_wag__97-111.pdf

 


Trinkwasser
Anschrift
Wahnbachtalsperrenverband
Siegelsknippen
53721 Siegburg
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02241-128-0