Unter der Vorstellung eines fischereilich zu nutzenden Gewässers wurden früher verschiedene Fischarten in die Talsperre eingesetzt (s. Artenliste, linke Spalte). Manche dieser Arten wären ohne Zutun des Menschen nicht in die Talsperre gelangt (z. B. Blaufelchen, Welse). Ein erhöhter Raubfischanteil (z. B. Hecht, Zander und Forellen) ist wünschenswert, da dies sich letztendlich vermindernd auf den Bestand an Algen auswirkt und fördernd für größere Planktonorganismen ist (s. Spalte Plankton). Beides ist günstig für die Trinkwassergewinnung (siehe: Die Bedeutung des Zooplanktons). Eine Steuerung der Wasserqualität über die Lebewesen nennt man auch Biomanipulation.
Der Zander ist aufgrund der geringen Wassertrübung in der Wahnbachtalsperre gegenüber dem Hecht benachteiligt. Heute wird der Besatz mit Hechten vorgezogen. In jüngster Zeit wird auch wieder versucht, die Seeforelle als natürlichen Räuber der Felchen einzubürgern.
Die Friedfische Karpfen und Schlei ernähren sich vorwiegend von Bodentieren (Muscheln, Insektenlarven etc.) und weniger von Planktonorganismen (Wasserflöhe). Sie konkurrieren mit den Brassen. Der Besatz mit diesen Fischen kommt vorrangig den fischereilichen Interessen entgegen.
Die Rotaugen haben sich aus den Zuläufen der Talsperre kommend von allein im See sehr erfolgreich angesiedelt. Infolge der Verminderung der Algenproduktion durch die Phosphoreliminierungsanlage (PEA) wurde indirekt auch der Bestand der Plankton fressenden Rotaugen reduziert. Am Beispiel der Felchen wird deutlich, dass die Fänge nicht unbedingt den tatsächlichen Bestand im See widerspiegeln: Nach dem Besatz mit Felchenbrut Mitte der sechziger Jahre entwickelte sich ein großer Bestand. Nur während der Laichzeit kommen die Felchen auch in die Uferregion, wo sie mit einer speziellen Technik geangelt werden können. Der Fang an Hechten ist seit etwa 15 Jahre konstant.